Stilllegungsfonds für Kernanlagen und Entsorgungsfonds für Kernkraftwerke STENFO

Radioaktive Abfälle entstehen grösstenteils aus der Stromproduktion in den fünf schweizerischen Kernkraftwerken. Daneben fallen sie aus Anwendungen in Medizin, Industrie und Forschung an, den sogenannten MIF-Abfällen.

Auftrag der Fonds
Für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle gilt das Verursacherprinzip. Die Kernkraftwerkbetreiber sind verantwortlich für die Entsorgung der abgebrannten Brennelemente sowie der radioaktiven Abfälle aus dem Betrieb und der späteren Stilllegung und dem Rückbau der Kernkraftwerke.

Zur Sicherstellung der Finanzierung der Stilllegung und Entsorgung bestehen zwei Fonds (Stilllegungs- und Entsorgungsfonds), die unter Bundesaufsicht stehen. Das Kernenergiegesetz (KEG) sowie die Verordnung über den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für Kernanlagen (SEFV) regeln die Einzelheiten.

Finanzierung der Stilllegung und Entsorgung
Der Gesetzgeber stellt mit diesem Vorgehen sicher, dass bei Ausserbetriebnahme der Kernkraftwerke die für die Stilllegung und Entsorgung erforderlichen Gelder von den Betreibern der Kraftwerke in die Fonds einbezahlt sind.  

Funktionsprinzip
Alle fünf Jahre werden die voraussichtlichen Kosten der Stilllegung und Entsorgung der Kernkraftwerke neu festgelegt. Auf Grund dieser Kostenberechnungen sowie eines finanzmathematischen Modells werden die jährlich an die Fonds zu bezahlenden Beiträge berechnet. Bei Ausserbetriebnahme der Kraftwerke sind die für die Stilllegung und Entsorgung erforderlichen Gelder in den Fonds vorhanden.

Leitungsorgan der Fonds
Die beiden Fonds stehen unter Aufsicht des Bundes. Die Verwaltungskommission des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (STENFO) ist das Leitungsorgan der Fonds und trifft alle wichtigen Entscheide.