Entsorgungsfonds

Der Entsorgungsfonds hat zum Ziel, die Kosten für die Entsorgung der Betriebsabfälle und der abgebrannten Brennelemente nach der Ausserbetriebnahme eines Kernkraftwerks zu decken. Der Entsorgungsfonds für Kernkraftwerke wurde im Jahr 2000 gegründet.

Die wichtigsten Kostenelemente sind: Transport- und Lagerbehälter, Transporte, Wiederaufarbeitung, Entsorgung der Brennelemente, zentrale Abfallbehandlung und Zwischenlagerung sowie die geologische Tiefenlagerung der radioaktiven Abfälle in zwei geologischen Tiefenlagern.

Beitragspflichtig sind die Eigentümer der fünf KKW Beznau 1 und 2, Mühleberg, Gösgen und Leibstadt. Die gesamten Entsorgungskosten belaufen sich gemäss aktuellen Berechnungen auf rund 16 Milliarden Franken (Preisbasis 2011). Davon sind 8.45 Milliarden Franken durch den Entsorgungsfonds zu decken. 7.52 Milliarden Franken fallen als Entsorgungskosten vor Ausserbetriebnahme eines Werkes an und müssen durch die Eigentümer aus der laufenden Rechnung bezahlt werden.

Kostenstudie 2016 – die Kosten werden alle fünf Jahre überprüft
In den Jahren 2015 und 2016 wird die Kostenstudie 2016 erarbeitet. 2017 findet die unabhängige Überprüfung der Studie durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) und internationale Experten statt. Im Vergleich zur Kostenstudie 2011 sind die Kosten neu gegliedert und strukturiert. Weiter ist auch der Prozess zur Überprüfung der Kostenstudie neu definiert worden: Die Steuerung und Koordination der Überprüfung der Kostenstudie liegt bei der Verwaltungskommission des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds.

Ende 2017 stellt die Verwaltungskommission dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) den Antrag zur Festsetzung der Stilllegungs- und Entsorgungskosten. Auf der Grundlage des UVEK-Entscheids werden die Jahresbeiträge der Betreiber an die beiden Fonds veranlagt.